Afrika Malawi Travel

Kurztrip Malawi

Vor einiger Zeit musste ich wegen einem Seminar nach Malawi. Bei der Gelegenheit wollte ich gleich mehr vom Land kennen lernen als nur seine großartigen Seminarräume. So reiste ich ein paar Tage früher an und konnte auf dem Rückweg einen kleinen Umweg einbauen. Da ich in der Regenzeit durch Malawi gereist bin, habe ich ein sehr grünes fruchtbares Land vorgefunden. Nicht das was man von Afrika erwartet. Aber Afrika hat eben mehrere Seiten.

Nützliche Infos vorab:

– Als Tourist kann man bei der Einreise ein Visum bekommen. An der Grenze lief das ziemlich unproblematisch. Da ich länger als eine Woche geplant hatte, musste ich das 3-Monats-Visum für 70$ bezahlen.

– Wie in den meisten Ländern Afrikas, reist man auch in Malawi problemlos mit dem Minibus von einem Ort zum Anderen. Es ist nicht die angenehmsten Art und Weise zu reisen, aber eine günstige Alternative zu den großen Reisebussen. Aber selbst die sind für europäische Verhältnisse natürlich recht günstig. Man sollte die Preise vorher vereinbaren und fragt bei den Mitreisenden nach, damit ihr als Weiße nicht mehr zahlen müsst. Guckt euch die Fahrer gut an. Es kommt auch schon mal vor, dass sie alkoholisiert sind (hatten wir zum Glück noch nicht!). Man kann sich schon mal etwas überfordert fühlen wenn alle einen für seinen Minibus anwerben wollen, aber sobald ihr erst einmal drinnen seid, lassen sie euch in Ruhe.

– Die Währung in Malawi heißt „Kwacha„. Das Visum könnt ihr in US-Dollar zahlen aber sonst bringt es euch im Land gar nichts. Und da nicht überall ein ATM rumsteht, solltet ihr immer genügend Geld dabei haben. Überlegt euch also gut wieviel ihr bis zur nächsten Bank braucht.

– Neben Chichewa ist Englisch ebenfalls die offizielle Amtssprache in Malawi. Die meisten sprechen mehr oder weniger gutes Englisch. Manchmal ist es schwer zu verstehen, aber dann sind andere Einheimische jedoch da und helfen sehr gerne aus.

Cape Maclear

Unser erster Stop. Hier hatten wir wirklich ein kleines Fleckchen Paradies gefunden. Die Fahrt über die mosambikanische Grenze war mal wieder nicht so einfach und zerrte ganz schön an unseren Nerven. Aber als wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang am Cape Maclear ankamen, waren die Anstrengungen fast vergessen. Wir mussten zunächst nach Monkey Bay und sind dann von dort aus mit einem Sammeltaxi zum Cape gefahren. Viel Körperkontakt, viel Schweiß und viel Chaos. Da kam und der Aufenthalt am Cape gerade recht. Dieser Ort ist ideal zum entspannen. Es ist sehr ruhig und klein. Die Leute sind hier Touristen auch gewöhnt, sodass man nicht ganz so sehr angestarrt wird. Und hier werden viele süße Souvenirs verkauft. Leider lädt der Strand nicht so zum Baden ein, da die Einheimischen eigentlich rund um die Uhr ihre Klamotten und ihr Geschirr im See waschen. Aber ihr könnt mit einem Boot zu anderen wundervollen Orten fahren, wo euch kristallklares Wasser erwartet. Wir hatten mit ein einem Guide verhandelt, der uns einen Tag lang zu schönen Schnorchel-Stellen fuhr.

Thumbi Island ist ein Naturschutzgebiet und liegt direkt vor dem Cape. Wir sind dort eine Weile zwischen den Felsen schnorcheln gewesen und es war atemberaubend schön. Auf der Bootstour konnten wir auch Weißkopfadler und Affen beobachten. Unser Guide kaufte bei einem Fischer ein paar Fische aus seinem Boot und fütterte damit die Adler. War spektakulärer als es sich zunächst anhört. Die Adler fliegen irgendwo aus dem nichts und sammeln sich die Fische super schnell aus dem Wasser. Das war wirklich schön anzusehen.

Natürlich gibt es auch andere Aktivitäten die man unternehmen kann. Vor allem Wanderungen auf die Berge werden gerne angeboten und wurden uns sehr empfohlen. Wir sind eigenständig drauf los gewandert, sind aber natürlich nicht weit gekommen. Aber es lohnt dennoch einfach mal durch das Dorf zu spazieren und sich die Natur ringsherum anzuschauen.

Als Unterkunft kann ich euch das Thumbi View empfehlen. Die Anlage gehört einem südafrikanischem Pärchen, die wirklich super nett waren. Sie haben uns bei allen Fragen helfen können und waren super zuvorkommend. Das gesamte Team kümmert sich gut um euer Wohlergehen. Das Leckere Frühstück ist inklusive und einen kleinen Pool an der Bar gibt es auch. Das Essen ist hier relativ teuer und muss schon vormittags bestellt werden. Da wir spontan bleiben wollten, haben wir in den lokalen Restaurants gegessen, die uns von den Mitarbeitern empfohlen wurden.

WICHTIG: Wenn ihr am Lake Malawi wart solltet ihr euch anschließend bei einem Arzt Medikamente gegen Parasiten besorgen. Die Ärzte wissen sofort bescheid, wenn ihr erzählt, dass ihr im See wart. Die Tabletten sind super günstig und super wichtig. Das wird euch Vorort keiner erzählen und wir haben es auch mehr oder weniger durch Zufall erfahren. Also macht euch bitte nochmal schlau!

Liwonde Nationalpark

Nach unserem spannenden Seminar in der Nähe von Kasungu legten wir einen Zwischenstop in Liwonde ein bevor es weiter nach Mosambik ging. Nach unserer tollen Safari in Tansania, hatten wir eindeutig Lust auf mehr. Liwonde Nationalpark kann man wohl super Elefanten und Hippos beobachten. Und wurde die Bootssafari ans Herz gelegt, die auch sehr günstig war. Leider waren wir jedoch, wie erwähnt, zur Regenzeit in Malawi, sodass die Tiere sich nicht alle am Fluss tummelten. Wir haben aber jede Menge Hippos gesehen und auch Krokodile.

Wenn ihr in Liwonde seid würde ich euch das Safari Camp für die Übernachtung empfehlen. Es liegt direkt im Nationalpark und ist damit etwas abgeschieden. Dort kommt ihr ohne Auto entspannt mit einem Kabaza (Fahrradtaxi) hin. Ansonsten ist hier ein Auto sehr nützlich, da Laufen nicht zu empfehlen ist.

Es ist eine super schöne Anlage das sehr die Umwelt achtet. In den super schön eingerichteten Dorms gibt es nur Kerzen und jede menge Bücher zum lesen. Keine Elektrizität. In den Bädern gibt es Solarbetriebenes Licht und im offenem Gemeinschaftsraum gibt Steckdosen um eure Gerätschaften mal wieder aufzuladen. Auch gekocht wird ohne Strom, aber das Essen ist super lecker. Eine andere Möglichkeit habt ihr da aber natürlich auch nicht. Weit und breit ist kein anderes Restaurant. Der niederländische Besitzer ist super nett und hat abends noch mit uns getrunken und konnte uns sehr viele interessante Dinge über seine neue Wahlheimat Malawi erzählen. Es gibt ein paar Aussichtsplattformen, wo ihr sowohl den Sonnenaufgang als auch -untergang sehen könnt. Und das lohnt sich. Der afrikanische Sonnenuntergang ist spektakulär.

Lilongwe

In der Hauptstadt selbst haben wir nur für einen Zwischenstop angehalten, als wir auf dem Weg nach Kasungu waren. Deswegen kann ich da nicht viel zu sagen. Aber ich würde euch gerne das Mabuya Camp empfehlen. Ich fand es preislich sehr erschwinglich und habe dort gut geschlafen. Das Serviceteam war nett und ich finde die Anlage ganz schön.

Wart ihr schon mal in Malawi? Ich habe ehrlich gesagt, mir vorher nie Gedanken über das Land gemacht, aber bin positiv überrascht. Die Menschen sind sehr nett und das Land ist wunderschön und vielseitig. Wart ihr schon mal in Afrika? Wenn ja wo wart ihr und was hat euch am besten gefallen?

PS: Die tollen Bilder habe ich mir von der lieben Meike von TwoMoreForAfrika gemopst, da meine eigene Kamera leider kaputt ist. 😦

8 Kommentare zu “Kurztrip Malawi

  1. mal eben für einen Kurztrip nach Malawi, das klingt schon fast paradox 😉
    aber super cool, dass du die Gelegenheit genutzt hast um dir dort auch ein paar Eindrücke zu verschaffen!

    deine Impressionen sind auf jeden Fall super schön – diese Farben bei den Fotos 🙂
    und solche National Parks finde ich auch immer super!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    Gefällt mir

  2. OMG… wie schön sieht das bitte aus!?

    Danke Dir für Deinen tollen Bericht, habe ihn sehr gerne gelesen und mit inspirieren lassen!

    Hab einen schönen Sonntag!

    xoxo
    Jacqueline

    Gefällt mir

  3. twistheadcats

    Oh wow wie wunderschön sind die Fotos? Ein ganz toller Bericht! Danke dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! ❤

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

    Gefällt mir

  4. Henrik

    Sehr cool. Meine Freundin und ich hatten für dieses Jahr u.a. auch Malawi als Urlaubsziel näher ins Auge gefasst. Bisher konnten wir uns aber immer noch nicht entscheiden 😀

    Die Fotos sprechen aber für sich.

    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch

    Gefällt mir

  5. Bei deinen Fotos bekomme ich doch direkt Fernweh!
    Ich war bisher leider noch nie in Afrika aber Malawi sieht auf jeden fall sehr sehenswert aus und ich hätte es genau so gemacht wie du dass ich bei der Gelegenheit gleich noch einige Tage dranhänge bzw. früher komme um was von diesem wundervollen land zu sehen!

    Viele Grüße
    Denise

    Gefällt mir

  6. besassique

    Wow was für mega tolle Bilder, das weckt gleich die Reiselust in mir *_*
    Hab einen schönen Sonntagabend,
    Liebe Grüße,
    Sassi

    Gefällt mir

  7. Wunderschöner Bericht über ein scheinbar sehr schönes Land. Ich selbst war noch nie dort, aber Deine Bilder machen Lust das Land zu erkunden. Vielen Dank für diese tollen Tipps und Eindrücke.
    LG Katja
    http://www.kurvigeliebe.de

    Gefällt mir

  8. Annanikabu

    Hach, mein absoluter Traum ist es, mal nach Afrika zu reisen. Aber mit kleinem Baby trauen wir uns das nicht… Daher muss das wohl noch etwas warten.

    Aber deine Eindrücke sind sooo schön! Und auch die Tipps sind super hilfreich- ein bisschen gruselig, dass da alkoholisierte Busfahrer rumfahren – aber gut zu wissen! 😉

    Ganz tolle Eindrücke – vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Anna

    Gefällt mir

Hinterlasst mir gern euren Feedback

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: