Afrika Mosambik Travel

Mit dem Backpack Mosambiks Küste entlang

In meinem Beitrag „Backpacking durch Tansania“ hatte ich ja bereits von unserer abenteuerlichen Anreise zur mosambikanischen Grenze erzählt. Jedoch endet die Geschichte dort noch lange nicht. Wir sind nämlich einmal quer durch das Land gereist und haben viele interessante Menschen und Orte kennengelernt. Natürlich haben wir auf unsere Route nicht alles mitgenommen, wodurch uns andere spannende Orte durch die Lappen gegangen sind. Aber das ist ok, denn das ein oder andere Fleckchen Paradies konnten wir glücklicherweise mitnehmen.

Wenn ihr mehr über das Reisen durch so ein recht unbekanntes Land wie Mosambik erfahren wollt, rate ich euch diesen Beitrag dran zu bleiben 😉

Vorab ein paar Tipps:

– Die Amtssprache ist Portugiesisch. Da die wenigsten Menschen tatsächlich Englisch sprechen, wäre es ratsam, euch die Basics mal anzuschauen. Besonders wenn ihr Ohne Auto unterwegs seid und auf die Einheimischen angewiesen seid.

Wifi ist eine Rarität. Besorgt euch für wenig Geld eine mosambikanische Sim von Vodacom oder Movitel. Ihr könnt euch überall Credits kaufen und euch Internet-Pakete drauf buchen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Movitel gemacht.

– Weil wir weiß sind geht natürlich Jeder davon aus wir hätten viel Geld. Alles wird euch extra berechnet und für mehr Geld angeboten. Verhandelt gut! Fragt am besten vorher Einheimische was die bezahlen. Besonders bei den Chappas (Minibus) werden sie versuchen euch Geld für Gepäck abzuknöpfen. Ihr müsst nichts zahlen!

– Plant viel Zeit ein für eure Strecken. Selbst die Reisebusse fahren schon mal 2 Stunden später los. Chappas fahren erst los wenn wirklich jede noch so kleine Ecke mit einem Menschen besetzt wurde und das kann schon mal dauern. Außerdem sind die Straßen teilweise so katastrophal, dass man auf einige Stecken nur im Schneckentempo voran kommt.

– Habt eure Pässe immer griffbereit. Ständig und überall werden Kontrollen durchgeführt. Weiße Menschen werden gerne ohne Grund kontrolliert und dazu aufgefordert das Gepäck zu öffnen.

– Informiert euch gut über Krankheiten und inländische Aufstände. In Mosambik ist der Bürgerkrieg zwar offiziell beendet, jedoch kommt es immer wieder zu Ausschreitungen (Noch ein Grund immer Internet zu haben).

Von der Grenze bis Nampula

Da waren wir dann also wieder in Mosambik. Wenn man mit dem Boot von Tansania aus rüber schippert, kommt man dann irgendwo im Nirgendwo an. Dort steht aber in der Regel schon ein Pickup bereit, der euch dann mitnimmt. Ja ich weiß, nicht die luxuriöseste Art zu reisen. Aber wir wollten es günstig und hatten kein Auto. Also wurden wir alle auf dem Pickup geladen und los gehts zur Grenkontrolle. Dort müssen wir dann mal wieder durch die Passkontrolle, was aber nicht das Problem war, da wir ein gültiges Visum hatten.

Mit dem Pickup geht es nun bis Mocímboa da Praia. Nicht sehr gemütlich und die Straßen sind eine Katastrophe. Nach etlichen Polizeikontrollen kommen wir dann endlich an und sind völlig durch den Wind. Vorort wartet dann direkt ein Nagi-Nagi-Reisebus der uns bis nach Nampula mitnimmt. Das ist eine Reisebuslinie, die ganz ok ist, aber manchmal kann man da auch Pech haben. Wie auch in diesem Fall. Keine Klimaanlage und völlig überfüllt. Weil wir weiße Mädels sind wird uns Platz gemacht, auch wenn uns das etwas unangenehm ist. Wiedersprechen ist hier jedoch sinnlos und irgendwie ist man ja auch dankbar für einen Sitzplatz. Spät Abends kommen wir dann endlich nach etlichen Stunden Anreise in Nampula an und kommen bei ein paar Bekannten unter, die wir kennengelernt hatten. Jedoch kann man wohl sehr gut im Ruby’s Backpackers nächtigen. Nampula ist keine wunderschöne Stadt, aber wir konnten dort endlich mal ein paar Besorgungen machen und lecker essen gehen.

Beira

Ursprünglich hatten wir vor zur Ilha de Moçambique zu fahren. Diese berüchtigte Insel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde, sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Jedoch konnten wir dort wegen Sturmwarnungen nicht hin. Wir versuchen dies nach zu holen. Aber wenn ihr sie Möglichkeit habt, dann geht dort hin! Dort gibt es ebenfalls ein Ruby’s Backackers. Von Nampula aus fährt ein Chappa oder ihr nehmt für mehr Komfort ein Taxi. Wenn ihr Mehrere seid, lohnt sich das bestimmt.

Nach ein paar ruhigen Tagen in Nampula ging es also mit dem Nagi-Nagi-Reisebus weiter nach Beira. Diesmal war die Fahrt wirklich angenehm. Wir hatten genug essen eingepackt und hatten es uns gemütlich gemacht. 18 Stunden Fahrt galt es zu überstehen. Es war die längste und auch teuerste Strecke. Vorort wurden wir dann von James abgeholt (James hatte ich vorher über Couchsurfing kontaktiert). Beira ist eine recht schöne Stadt mit vielen Ruinen und verlassenen Orten. Also wer sich für Lostplaces interessiert, ist hier genau richtig.

Wir wurden etwas umher geführt und waren im Bic’s frühstücken. Sehr nettes Local direkt am Strand. Der Strand lädt aber noch nicht zum Baden ein. Da müsst ihr noch weiter in den Süden reisen.

Vilanculos

Von Beira aus fuhren wir mit einem Chappa nach Vilanculos. Vilanculos ist kleiner als Beira, hat aber dafür irgendwie auch eine schönere Atmosphäre. Hier ist schon alles mehr auf Touristen ausgelegt. Am Strand entlang gibt es viele Resorts und schöne Hotels/Hostels. Wir haben uns ein Bungalow im Beach Village Backpackers gemietet. Es ist eine sehr schöne Anlage, nur die Mehrbettzimmer waren zu der Zeit nicht so schön. Aber es hieß, sie sind noch im Umbau. Das Personal ist sehr nett und die Anlage direkt am Meer gelegen.

Direkt nebenan gibt es das Baobab Resort, spielt ganz klar in einer anderen Liga, aber falls man nicht so stark auf das Geld achten muss wie wir, kann ichs dort sehr empfehlen. Wir waren dort ein paar mal essen und es ist eine sehr schöne Anlage.

Der Strand in Vilanculos ist wirklich sehr schön: Palmen, weißer Sand, wenig Touristen, aber leider auch jede Menge Algen. Das ist iwie nicht sooo toll gewesen. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau. Spaziert auch gern mal richtig Süden am Strand entlang. Dort könnt ihr Vögel und interessante Pflanzen sehen.

Sehr gut essen könnt ihr im Complexo Alemanha. Wie der Name verrät, ist der Besitzer Deutsch, aber den haben wir nicht kennengelernt. Das Essen war günstig und lecker!

Falls ihr mal das Tanzbein schwingen wollt, könnt ihr das in der Afrobar machen. Die Preise sind gut und dort trifft man eigentlich alle Menschen in ganz Vilanculos: Einheimische, Touristen, Volunteers…

Tofo

Nachdem wir ein paar entspannte Tage in Vilanculos hatten mit lesen, Strand, leckerem Essen und guten Drinks, sind wir weiter nach Tofo gereist. Mit dem Chappa ging es zunächst nach Maxixe. Dort legten wir bei KFC eine kleine Mittagspause ein, um dann mit dem Boot nach Inhambane zu schippern. Inhambane als Stadt lohnt sich schon ä mal anzuschauen, jedoch würde ich euch empfehlen in Tofo zu übernachten. Tofo ist nur eine halbe Stunde mit dem Chappa entfernt und liegt direkt am offenem Meer. Der Strand ist wunderschön und es gibt sehr viele Bars und viel Musik. Dort findet ihr eigentlich immer was zu essen und zu trinken.

Übernachten kann man sehr gut im Pariango Beach, welches von 2 sehr netten deutschen Auswanderern betrieben wird. Dort gibt es sowohl Mehrbettzimmer als auch Bungalows.

Lecker essen könnt ihr in dem Restaurant Tofo Tofo oder auch im Albatroz, was sehr günstig ist. Zum feiern gehen die meisten ins Mozambeat’s. Das ist eine Tanzbar, die zu einem Hostel gehört. Ist jedoch ein Stückchen vom Strand entfernt. Aber auch das Pariango Beach, lässt am Strand ab und an mal einen DJ auflegen.

Tofo’s Strand ist wirklich super schön, besonders hinter die Dünen solltet ihr mal spazieren. Die meisten Touristen, machen hier ihren Tauchschein. Es ist wohl sehr günstig und man kann hier wohl sehr gut tauchen. Ich habe mich dann jedoch lieber mit Schnorcheln begnügt.

Natürlich könnt ihr auch jederzeit nach Inhambane fahren, um dort mal durch die Gegend zu schlendern. Dort fahren auch alle Reisebusse und Chappas ab.

Maputo

In Inhambane haben wir uns in einen Reisebus gesetzt und sind dann in die Hauptstadt Maputo gefahren. Es fährt wohl auch aus Tofo direkt ein Reisebus, aber das soll weitaus teurer sein, als wenn man schnell mit dem Chappa in die Stadt fährt und dort einsteigt.

In Maputo hatten wir nicht viel Zeit eingeplant. Die Stadt ist nicht schön und hat generell nicht allzu viel zu bieten. Ein paar Museen und Kirchen haben wir uns angeguckt, sind dann jedoch lieber mit einem Bierchen in die Promenade gegangen und wollten das Wasser genießen. Leider ist das Wasser rund um Maputo nur braun und überhaupt nicht schön.

Aber ihr könnt euch in Maputo sehr gut mit dem Tucktuck durch die Stadt bewegen und euch die entsprechenden Sehenswürdigkeiten angucken. Lasst jedoch immer Maps oder eine andere App nebenbei laufen, denn die Fahrer, haben oftmals keine Ahnung. Zweimal wurden wir zum falschen Zielort gebracht.

Im Maputo hatten wir uns ein Airbnb gemietet. Es war ganz ok für den Preis, jedoch gab es kein fließendes Wasser. Aber das ist nicht so unüblich in Mosambik.

Alles in allem war es eine sehr spannende Reise und vorallem sehr abenteuerlich. Natürlich ist das Reisen mit Backpack und ohne Auto nicht so gemütlich, aber ich freue mich über diese Erfahrung. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und kann sagen auf Tuchfühlung mit dem Land gekommen zu sein. Außerdem sind dadurch viele witzige Geschichten entstanden. Es stimmt nämlich schon:

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.

3 Kommentare zu “Mit dem Backpack Mosambiks Küste entlang

  1. Tolle Eindrücke!! Mosambik hat mich vor einigen Jahren begeistert und ich hoffe stets eines Tages zurückzukehren. Danke fürs Mitnehmen 😉 LG Antje

    Gefällt mir

  2. Wirklich sehr schön geschrieben 🤗

    Gefällt mir

  3. Miauuuuu

    Ait, hör auf jeden Fall nicht auf zu schreiben. Vielleicht wird das ja nochmal dein zweites Standbein… 😏😏😏😏

    Gefällt mir

Hinterlasst mir gern euren Feedback

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: