Travel

Çanakalle: Auf den Spuren von Troja

So genug von Moçambique. Zumindest fürs Erste. 😉 Denn ich hatte noch gar nicht die Gelegenheit von meinem Kurztrip in die Türkei zu erzählen.

Im Juli war ich zum ersten mal in der Türkei. Es war ein recht kurzer und spontaner Trip und wurde dennoch zum kleinen Abenteuer.

Wir flogen von Berlin nach Istanbul, mit großer Verspätung. Wir scheinen immer Probleme mit der Pünktlichkeit zu haben, dabei können wir so selten was dafür. 😀 Wir hatten uns schon im Vornherein ein Auto gemietet, da ein Anschlussflug teurer gewesen wäre und wir flexibel bleiben wollten. Aber es war gar nicht mal so einfach. Denn es gab ganz schöne Verständigungsprobleme. Dabei könnte man meinen, dass gerade die Flughafenmitarbeiter Englisch sprechen.

Aber naja, nach langem Hin und Her und einem kleinen Wutanfall unsererseits, bekamen wir noch ein Auto und machten uns auf dem Weg. Es war schon sehr spät und wir fuhren die Nacht durch.

Wir fuhren die europäische Küste entlang bis nach Eceabat. Nach 5 Stunden kamen wir mitten in der Nacht an und wollten die Fähre nehmen, aber die Schlange war uns einfach zu lang. Wir brauchten ein paar Stunden Schlaf. Deswegen suchten wir uns schnell ein Hotel für die Nacht, direkt am Hafen. Natürlich sprach auch im Hotel niemand englisch und durch das Fenster schaute man auf die wunderschön Wand des Nachbargebäudes. Falls man nicht wusste ob man erst lieber auf Toilette möchte oder doch Duschen, hätte man in dem kleinen Bad jedenfalls auch getrost beides gleichzeitig machen können. Aber genug dazu.

Am nächsten Morgen nahmen wir schlussendlich die Fähre und fuhren auf die asiatische Seite der Türkei und waren dann endlich an unserem Zielort: Çanakalle. Die Stadt hat rund 166 Tausend Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

In der Provinz Çanakalle befindet sich auch die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende archäologische Stätte Troja. Die Mythen um den Trojanischen Krieg und dem Trojanischem Pferd dürfte wahrscheinlich jedem Bekannt sein. Besonders nach dem Hollywoodstreifen mit Brad Pitt (den sollte ich mir bei Gelegenheit wohl auch mal anschauen).

Da Troja nur eine 30-minütige Autofahrt entfernt liegt, schauten wir dort mal vorbei. Heute ist natürlich nicht mehr viel von der einst so imposanten Stadt und ihrer Festung zu sehen. Aber trotzdem war es sehr spannend sich die Ruinen anzuschauen und der Geschichte etwas auf dem Grund zu gehen. Ich hatte gehofft, es sei mehr erhalten geblieben. Jedoch sind sie ja immer noch am ausgraben. Am Eingang wird man direkt von einem Nachbau des hölzernen Trojanischen Pferdes empfangen, in dem man auch reinklettern kann. So mit den Fenstern sieht das jetzt nicht wirklich danach aus als würde jemand darauf reinfallen, aber gut.

(Natürlich kostet der ganze Spaß Eintritt. Wieviel kann ich jetzt nicht mehr sagen.)

Am Hafen von Çanakalle kann man sich die Stadt Troja in Miniaturformat anschauen und das Pferd aus dem Hollowood-Blockbuster bestaunen. Auch wenn es geschichtlich wahrscheinlich nicht wirklich korrekt ist, schaut das doch schon viel beeindruckender aus, als das Pferd in Troja selbst. 😀

Nach einem Tag in der Geschichte Trojas, kann man anschließend noch schön am Pier entspannen und den Tag ausklingen lassen. Schon interessant von Asien aus auf die europäische Seite zu schauen. 🙂

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