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Norwegen: Abschalten in Ulvik

Gibt es eigentlich etwas tolleres als Familienbesuch gleich mit Urlaub zu verbinden? Die Tatsache, dass meine Familie in der Welt verstreut ist, fand ich immer sehr schade, da wir Weihnachten immer in kleiner Runde gefeiert haben und generell selten unsere Familie besuchen konnten. Wenn ich früher erzählte, dass ich in den Sommerferien meine Familie in Thailand besucht habe, waren immer alle begeistert. Aber es war für mich eben nur Familienbesuch. Gesehen habe ich nicht viel und langweilig war es auch immer als einziges Kind umgeben von seinen Verwandten zu sein. Aber jetzt da ich älter bin und auch meinen Bruder habe, hat sich einiges geändert. Ein Glück.

Im letzten Sommer haben wir es endlich geschafft meine Tante in Norwegen zu besuchen. sie ist schon vor einiger Zeit dahin gezogen und wir haben es einfach nie hinbekommen, alle gleichzeitig Zeit zu haben. Vor Allem hat sich einfach nie einer darum gekümmert. Umso schöner, dass es nun geklappt hat. Hier ein paar Eindrücke 🙂

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Jedenfall sind wir gemeinsam von Berlin nach Bergen geflogen, wo uns dann mein Onkel mit dem Auto abgeholt hat. Von dort aus sind wir noch mal ca. 2 Stunden in das Land und durch die Berge gefahren um dann endlich in Ulvik anzukommen. Ulvik ist ein kleiner Ort, der zu der Provinz Hordaland gehört und liegt direkt am Wasser, wie eben viele Orte in Norwegen. Es ist dort sehr idyllisch und perfekt um zu entspannen. Wir hatten nicht wirklich etwas geplant, trotzdem war es überhaupt nicht langweilig. Meine einzigen Missionen waren es meine Hausarbeit endlich mal fertig zu schreiben und ansonsten maximal auszuspannen. Mein Tagesablauf war somit sehr überschaubar: Ausschlafen, Zeit mit der Familie verbringen, Laufen gehen, an der Hausarbeit schreiben und jede menge tolles Thai-Essen mampfen.

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Wenn ich entspannt bin, fällt es mir leichter Sport zu machen und bei dieser tollen Landschaft reizte es mich umso mehr regelmäßig laufen zu gehen. Und wenn man was für seinen Körper getan hat und sich dann entspannt an seine Hausarbeit setzten kann, ist man dann umso produktiver. Leider verliere ich beim Kampf gegen den inneren Schweinehund immer haushoch und schiebe alles bis zur letzten Sekunde auf. Keine besonders lobenswerte Eigenschaft. Was wahrscheinlich erklärt wieso ich mein blödes Unizeug mit in den Urlaub schleppen musste.
Wie dem auch sei, zurück zur tollen Landschaft! Diese Fotos können leider nicht im entferntesten das Gefühl wieder geben, dass ich hatte als ich die Berge auf mich wirken ließ. Es war einfach unfassbar, wie klar das Wasser und wie frisch die Luft war. Als Berlinerin bin ich möglicherweise leicht zu beeindrucken, aber ich war sehr begeistert. Ich war einfach jedes Mal aufs neue fasziniert von dem Anblick der Berge und dem supersauberen Wasser. Es hat mir auch absolut nichts ausgemacht, dass es relativ kühl war. Denn zu der Zeit war es in Berlin unfassbar warm, sodass ich es kaum in meiner Wohnung ausgehalten hatte.

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Leider hatten wir in der Woche aber auch ziemlich Pech mit dem Wetter, es war eigentlich immer neblig und hat fast nur geregnet. Sobald es mal ein wenig trocken war, sind wir immer alle raus gestürmt und sind in die nähere Umgebung gefahren und haben uns die Landschaft angeschaut. Leider gibt es dort nicht viel spannendes was man drinnen machen kann, schließlich geht es in Norwegen auch im die Natur. Einmal sind wir mit der Fähre rüber nach Eidfjord gefahren und haben dort gerade gesehen wie die AIDA angelegt hat. Da gibt es dann auch tatsächlich mehr Touristen zu sehen und kleine Souvenirläden. Auch die kleines Häuser sind sehr süß, die direkt am Wasser liegen. Wir haben uns zunächst im Quality Hotel Voringsfoss aufgewärmt und Kaffee getrunken. Die Waffeln dort waren auch sehr lecker. Anschließend sind wir dann einfach ein bisschen spazieren gewesen und haben hier und da Fotos gemacht. Meine Mutter hat jedes Mal einen Herzinfarkt bekommen, wenn mein Bruder zum Wasser wollte und ich habe abseits vom Geschehen einfach ein wenig die Ruhe genossen.

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Es war ein sehr entspannter Urlaub und tat nach der Prüfungsphase wirklich sehr gut. Norwegen ist wirklich wunderschön. Die Natur ist atemberaubend und für jeden der auf Fisch steht und gerne fernab von Großstädten entspannen mag, nur zu empfehlen. Die Fahrt auf den nächstgelegenen Berg in Osa war auch sehr abenteuerlich und es musste einmal angehalten werden, damit wir alle mal Luft schnappen konnte. Selbst als Achterbahn-Liebhaber wurde mir nach einer halben Stunde etwas flau im Magen. Der Weg war sehr eng und die Kurven sehr scharf. Aber der Ausblick hat die wilde Fahrt dann in Vergessenheit geraten lassen und die frische Luft war ein richtiger Energiekick.

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Ich werde auf jeden Fall noch mal herkommen und mich reizt es sehr mal zum Nordkap zu wandern. Nur bin ich mir nicht sicher ob ich es packe, aber es wäre sicherlich ein Riesenabenteuer! Und nächstes Mal wünsche ich mir bitte besseres Wetter… oder zumindest kein Dauerregen 😀

aisyklein

9 comments on “Norwegen: Abschalten in Ulvik

  1. das sind wirklich tolle eindrücke! ich möchte unbedingt auch mal nach norwegen, ich hab es bis jetzt irgendwie noch gar nicht nach skandinavien geschafft, obwohl man meinen sollte, dass das nicht so schwer sein kann 😀 ich freu mich auf jeden fall, auf meine erste reise dorthin 🙂
    liebe grüße, laura
    //Blondebunana

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  2. Krass neidisch darauf, dass du Familie in aller Welt hast! Was studierst du eigentlich?

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    • Ich bin eigentlich Sozialarbeiterin und mache gerade meinen Master in Leitung und Bildung 🙂 Danach ziehts mich aber auch erstmal in die Welt. Das Bedürfnis scheinst du ja zu kennen 😃

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      • Nice! Das hatte ich mir auch überlegt ! Aber ich habe mich jetzt doch unentschieden zu Anglistik und Amerikanistik weil mir das mehr Optionen gibt zu reisen 😀 ja ganz schlimm, gegen Fernweh gibt’s keine Heilung 😦

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      • Das klingt sehr spannend! Ich wünsch dir ganz viel Erfolg dabei 🙂

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  3. Wunderbare Bilder.
    Jetzt hab ich schon wieder Fernweh 😀

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  4. Greaat !!

    Come to my blog too..

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  5. Norwegen ist wirklich toll. Ich habe die Hurtigruten-Reise gemacht. Ich war gerade auch in der großen weiten Welt unterwegs und bin zurück gekommen. Ach ja, und Danke, dass Du meinem Web-Magazin sl4lifestyle folgst. Freue mich sehr.
    LG
    Sabine

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